Warum sind Wandersocken zum Wandern besser als Baumwollsocken?
Wandersocken sind die High- Tech Variante der herkömmlichen Wollsocke
Wer kennt es nicht, nach einer langen Wander- oder Trekkingtour aus seinen Wanderschuhen zu steigen und die geschundenen Füße zu betrachten? Blasen, Rötungen, Schmerzen von Überanstrengung der Fersen und Ballen.
Gegen Blasen helfen Blasenpflaster, aber gerade schmerzende Fußsohlen sind bei Mehrtagestouren ein hoher Unbequemlichkeitsfaktor. Moderne Wandersocken können hier Abhilfe schaffen. Sie sind entweder aus Wolle oder einem Textilgemisch gearbeitet und haben spezielle Aufpolsterungen im Fersen- und Ballenbereich. So werden die Fußsohlen entlastet und die Tritte abgefedert.
Die weiche, anschmiegsame Textur sorgt für eine faltenfreie Passform und das Gewebe für einen Abtransport der Schwitzflüssigkeit nach außen. So wird die Blasenwahrscheinlichkeit deutlich gesenkt. Alles in allem helfen moderne Wandersocken also, auch lange Touren fußschonend durchführen zu können.
Wandersocken aus Wolle haben die Nase vorn
Auf Mehrtagestouren ist es unerlässlich, dass die Strümpfe nach dem Waschen schnell wieder trocken und einsatzbereit sind. Gerade bei hochpreisigen Wandersocken und begrenzter Gepäckkapazität sollte ein Paar Socken mehrere Tage des Tragens bei gleichen Eigenschaften überstehen können. Hierfür sind die nachfolgenden Eigenschaften unerlässlich: Die Waschbarkeit. Je nach Textilart kann man Wandersocken bei 40°C bis 60°C waschen. In der Maschine am besten im Fein- oder Wollwaschgang, aber auch per Hand. Hat man sich für wollene Wandersocken entschließen, sollte man auch ein Wollwaschmittel verwenden, denn nur diese haben keine Enzyme in ihrer Waschformel. Enzyme zerstören die natürliche Haarstruktur und machen es porös. Somit wird die Wolle kratzig, anfällig auf Schmutz und Geruch, und sie verliert ihre Eigenschaften des Feuchtigkeitstransports.
Gleichfalls wichtig wie die Waschbarkeit der Socken ist die Trockendauer. Generell kann man sagen- je kürzer die Trockenzeit der Wandersocken, desto geringer ist auch die Wahrscheinlichkeit des “Müffelns” nach längerer Zeit. Auch hier schneiden Modelle aus Wolle besser ab als Mischtextilien, da sie in der Regel nach nur drei Stunden wieder einwandfrei einsetzbar sind.
Die optimale Dämpfung ist abhängig vom Schuh
Wer gerne und hoch klettert, hat in den meisten Fällen einen sehr harten Bergschuh mit viel Profil. Dass in einem solchen Fußbett die Sohlen von den Wandersocken mehr gedämpft werden müssen als in einem biegsamen Trekkingschuh, versteht sich von selbst. Die unterschiedlichen Hersteller bieten für jeden Experten das richtige Modell an. Individuell muss dann entschieden und abgewägt werden, ob eine hohe Dämpfung wichtiger ist als eine gute Wärmeisolierung. Ein rundum perfektes Modell gibt es nicht, denn die Ansprüche sind zu unterschiedlich.
Tipps zum Kauf von Wandersocken
Wer sich ein Paar Wandersocken kaufen möchte, sollte sich umfassend und breitgefächert belesen oder im Fachhandel beraten lassen. Man wird sie auch nicht in Einzelgrößen bekommen, sondern in handelsüblichen Größenschritten. Diese umfassen die Schuhgrößen 39-41 und 42-44. Ist man sich nicht sicher oder liegt dazwischen, sollte die Wahl immer zum kleineren Modell hin gehen, denn eine zu weite Socke hat durch eventuellen Faltenwurf eine Blasengarantie und auch die Klimaeigenschaften gehen bei einer schlechten Passform verloren. Was sie außerdem tun können, um Ihre Fußhaut vor Blasen zu schützen, ist, sie regelmäßig mit einem Kampferspray zu behandeln. Diese gibt es im Fachhandel. Bei Pausen der Wanderung sollten Sie die Schuhe und Socken nach Möglichkeit ausziehen und ausdampfen lassen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Auch Einlegesohlen sollten hierfür herausgenommen werden.